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RoeVac® Vakuumkanalisation
Hoher Grundwasserstand, geringe Siedlungsdichte, Mangel an natürlichem Gefälle; ungünstige Bodenverhältnisse wie sandige, nicht tragfähige Böden oder felsiger Untergrund sind die idealen Voraussetzungen für die RoeVac® Vakuumkanalisation. In den Gebieten entlang von Flüssen, Seen oder Küsten und in Wasserschutzgebieten ist sie oft die einzige Wahl. Auch in Siedlungen mit geringem oder stark schwankendem Schmutzwasseranfall (z.B. in touristischen Gebieten) hat sie ihre spezifischen Vorteile: die Unabhängigkeit vom Gelände, die kleinen Leitungsquerschnitte, die höhere Flexibilität und der wartungsarme Betrieb der Anlagen.

Und schließlich zeigen sich die Vorteile bereits in der Bauphase: kleine Rohrdurchmesser bedeuten schmale Gräben und geringe Erdbewegungen, wodurch die Nutzung von Straßen und Wegen auch während der Bauphase möglich ist. Ein Pluspunkt, den insbesondere die Anwohner in den betreffenden Wohngebieten und alle Verkehrsteilnehmer zu schätzen wissen. Und schließlich können Vakuum-Abwasserleitungen im selben Graben verlegt werden wie Frischwasserleitungen.

Kern der Anlage ist die Vakuumstation. Hier wird der nötige Unterdruck erzeugt, der im gesamten angeschlossenen Rohrleitungsnetz herrscht. Die Vakuumstation besteht im Wesentlichen aus dem Abwassertank, den Abwasserpumpen und den Vakuumpumpen, die Luft aus dem Tank und dem anschließenden Rohrleitungsnetz saugen und somit den Unterdruck aufrecht erhalten.

Ein Netz von Rohrleitungen verbindet die Vakuumstation mit den Hausanschlussschächten bei den Gebäuden. Der Hausanschlussschacht mit der Absaugventileinheit ist der Übergang vom Hausanschluss zur Vakuumkanalisation. Schmutzwasser läuft vom Haus im Freispiegel in den Sumpf des Schachts. Wenn eine bestimmte Menge Abwasser gesammelt ist, öffnet das Ventil automatisch und das Abwasser wird abgesaugt. Nach etwa 5 Sekunden schließt das Ventil wieder und der Vorgang beginnt von Neuem.